Landkreis stellt Bauvorhaben vor

Rund 130 Falkenseer und Falkenseerinnen informierten sich auf einer Veranstaltung des Landkreises in der Kantschule über die bauliche Gestaltung der geplanten Flüchtlingsunterkunft Kremmener Straße / Bergstraße...

 

Der Landkreis wurde vertreten von Roger Lewandowski (1. Beigordneter), Jürgen Goulbier (3.Beigeordneter und Baudezernent) sowie Elke Franke (Leiterin des Sozial-amtes). Bürgermeister Heiko Müller, der die Veranstaltung moderierte, und Baude-zernent Thomas Zylla repräsentierten die Stadt(verwaltung) Falkensee; außerdem stand Hauptkommisar Lange von der Polizeidirektion Potsdam für Fragen bereit. Das Bauprojekt stellte der vom LK beauftragte Architekt Uwe Leonhardt vor.

 

Ob es dem Podium gelang, die in vielen Fragen der näheren Nachbarn durchscheinenden Sorgen und Ängste -aber auch Vorurteile- zumindest abzuschwächen oder zu beruhigen, wird sich zeigen.  Abgesehen von einigen "polemischen Ausrutschern" verlief die Veranstaltung aber erfreulicherweise über die längste Zeit in einem sachlichen Frage-Antwort-Wechsel.

 

Die unmittelbare Nachbarschaft kritisierte mehrfach die aus ihrer Sicht unzureichende und zu späte Information seitens des Landkreises und der Stadt Falkensee. Das Einge-ständnis von Versäumnissen hätte an dieser Stelle möglicherweise einige Gemüter beruhigt. (Sankt-Florians-) Vorschläge aus dem Publikum zu alternativen Standorten, wie "am Gesundheitszentrum" oder "ehem. Kasernen Elstal /Olymp. Dorf" wurden vom Landkreis schon im Vorfeld geprüft und verworfen (fehlende Verfügbarkeit des Grundstücks, zu hohe Instandsetzungkosten und dezentrale Lage).

Die Gebäude

Es sollen zwei dreigeschossige Gebäude gebaut werden, die über einen gemeinsamen eingeschossigen Eingangstrakt erschlossen werden (hier befinden sich auch die notwendigen haustechnischen Einrichtungen). Im Erdgeschoss des einen "Flügels" werden die Funktionsräume untergebracht: außer Büroräumen für Heimleitung, Sozialbetreuung und Hausmeister auch Gemeinschaftsräume  wie Spielzimmer, Hausarbeitsraum, Krankenzimmer, Waschküche u. Trockenraum. Ein Gemein-schaftsraum, der auch als "Begegnungscafé" dienen könnte, ist bislang nicht in der Planung.

 

In den Wohnetagen sind pro Geschoss drei bzw. vier Wohneinheiten geplant, die jeweils aus 18 m² bzw. 28 m² großen Schlaf-/Aufenthaltsräumen mit kleiner Küchenzeile und einer Sanitärzelle bestehen. Diese Wohneinheiten können mit jeweils einer Familie oder auch bis zu vier Einzelpersonen belegt werden.

Insgesamt kann die Unterkunft beim derzeitigen Belegungsschlüssel 67 Menschen beherbergen. Auf mehrfache Nachfrage wurde vom Landkreis versichert, dass diese Zahl die Belegungs-Obergrenze darstellt. Die im Land Brandenburg diskutierte Anhebung des Standards (d.h. Erhöhung der Raum-m² auf 9 m² je Person) hätte eine geringere Personen-/ Belegungszahl (48) zur Folge.

 

Im Garten soll ein kleiner Spielplatz angelegt werden. Die als Naturdenkmal geschützte Eiche (auf dem Nachbargrundstück) wird bei den Baumaßnahmen berücksichtigt.

 

Für "Mobilitätseingeschränkte" sind wg. der Treppen nur die Wohnungen im EG geeignet; Aufzüge sind nicht vorgesehen, können jedoch für eine mögliche Nachnutzung jeweils am zentralen Treppenaufgang nachgerüstet werden.

Personal

Neben der Heimleitung und einem/r Hausmeister/in wird  ein/e Sozialarbeiter/in die Flüchtlinge betreuten; Wachschutz soll 24/7 vor Ort sein.

Zeitplanung und Kosten

Der Bauantrag wurde gestellt, nach bisheriger Planung soll Baubeginn im September 2014 und Anfang des zweiten Quartals 2015 Baufertigstellung sein. Die geplanten Baukosten wurden mir 2 Mio € angegeben.

Download
Informationen der Stadt Falkensee vom 22.5.14
faqs22.mai2014.pdf
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