150 Menschen besuchen das Kennenlerncafé der Willkommensinitiative


Pressemitteilung VI/2015     
Falkensee, Montag, den 31. August 2015
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Initiative Willkommen in Falkensee legt Kräuterbeet bei Heim an - Zweites Kennenlern-Café mit über 150 Teilnehmern


Nun geht es ums Wurzelschlagen:
Willkommensaktionen rund um Falkenseer Flüchtlingsunterkunft


Falkensee: Bei der Flüchtlingsunterkunft an der Kremmener Straße in Falkensee geht es jetzt ums Wurzelschlagen. Auf Anregung der Initiative Willkommen in Falkensee brachten Nachbarn der Flüchtlingsunterkunft aus näherer und fernerer Umgebung Setzlinge und ausgewachsene Pflanzen vorbei. Mit fachkundigem Verständnis versenkten Heimbewohner und Besucher allerlei Küchenkräuter von Basilikum über Minze und Oregano bis zu Rosmarin, Salbei und Thymian in die Erde und wässerten sie ausgiebig.
Ellen Küchmeister kam mit eine Pflanze unterm Arm und einem Korb voller Fahrradhelme und Sportschuhe zum Treffpunkt: „Ich habe im Internet von dieser Aktion erfahren. Solche gemeinsame Aktionen, machen Spaß. Man kann  Kontakt knüpfen“  Cornelie Hellwig führt für die Willkommensinitiative Sprachkurse durch, „In der nächsten Stunden werden wir uns mit Botanik beschäftigten,“ kündigte sie an.
Beim sich anschließenden Kennenlern-Café im ASB-Heim konnte die Sprecherin der Initiative, Kathleen Kunath, am Sonntagnachmittag rund 150 Gäste begrüßen. Man hatte etwas zu feiern. Die ersten neun Menschen aus dem Asylbewerberheim haben nämlich ihren Aufenthaltsstatus bekommen und dürfen sich nun eine Wohnung außerhalb des Heims suchen. Am 17. September wird der Gospelchor im Asylbewerberheim öffentlich proben, um die Menschen sowohl in Falkensee, als auch im Chor willkommen zu heißen.
Allerdings gibt es auch aus Falkensee nicht nur Positives berichten. Teilnehmer des Cafés erzählten von hässlichen Beschimpfungen aus der Anonymität des Straßenverkehrs heraus. Und in dunkler Nacht zum Sonnabend wurde von grölenden Passanten eine Bierflasche an die Wand des Heims geschmettert. Die Polizei ermittelt. „Duldet solche rassistischen Ausbrüche nicht“, mahnte Kunath.

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