Das wollten die Falkenseer Bürgermeister-Kandidaten beim Thema Flüchtlinge bewegen

Wohnen


Heiko Müller (SPD)

Barbara Richstein (CDU)

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)

Norbert Kunz (DIE LINKE)



Wohnungsmarkt für Flüchtlinge schwierig. Linderung nur durch Neuauflage der Wohnungsbau-förderung durch den Bund.


Dezentrales Wohnen angesichts der Zahlen, von Ausnahmen abgesehen, nicht möglich. Umfassende Lösung für Flüchtlinge und ansässige Falkenseer wird es nicht geben, da öffentlicher Wohnraum nicht bereit steht. Bundeskanzlerin Merkel hat Recht: "Jetzt ist mehr Flexibilität notwendig."


 Wiederaufnahme des sozialen Woh-

nungsbaus in Falkensee. Hoffnung, dass stadteigene GEGEFA bald wieder durch Neubauten aktiv wird.
Prioritäre Unterbringung von Flücht-

lingen  in Wohnungen oder Wohn-

verbünden. Das gilt für schutzbedürf-

tige Flüchtlinge unverzüglich. Begren-

zung des Aufenthalts in kommunaler Gemeinschaftsunterkunft auf sechs Monate. Betreuungsschlüssel ent-

sprechend verbessern. Bei ange-

spanntem  Wohnungsmarkt Bau von mehreren Gemeinschaftsunterkünf-

ten in überschaubarer Größe. Aufnahme von Flüchtlingen in Pri-

vathaushalten bürokratisch verein-

fachen. Investitionspauschalen für Errichtung von Gemeinschaftsunter-künften für Bau und Sanierung von Wohnungen ausweiten. Höhere Förderung für Wohnungen.



Menschen mit geringem Einkommen werden wegen teurem Wohnraum derzeit aus der Stadt verdrängt. Stadt soll Investoren auf Deckelung der Mietpreise verpflichten. Mietpreis-spiegel einführen. Hoffnung auf Neu-

bau durch stadteigene Gegefa. Be-

herbergungszuschuss für Flüchtlinge prüfen.


Schulen und Kitas


Heiko Müller (SPD)

Barbara Richstein (CDU)

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)

Norbert Kunz (DIE LINKE)



Dolmetscher für Kitas und Schulen in Absprache mit Kreis und Land, au-

ßerdem psychologisch geschultes Personal. Paten aus der Willkom-mensinitiative können wichtige Rolle spielen. Schulsozialarbeit muss Kernaufgabe von Schulen werden.

 Je jünger die Kinder, desto besser die Chancen zur Integration. Leh-

rerInnen und ErzieherInnen gefragt, Unterstützungsbedarf zu erkennen. Durch Krieg und Flucht traumatisierte Flüchtlingskinder haben erhöhten Betreuungsbedarf. Deshalb sind mehr Schulpsychologen und Sozial-

arbeiter notwendig. Schulübergrei-

fende Deutschkurse sind wünschens-

wert, um Kinder auf schulischen Alltag vorzubereiten.


 Schulen und Kindertagesstätten frühzeitig auf Aufnahmen von Flücht-

lingskindern einstimmen. Auch für Eltern und Mitschüler wünschens-

wert. Schulungsangebote für Lehre-

rinnen und Erzieher. Fachkompeten-

te Hilfe für traumatisierte Flücht-

lingskinder muss abrufbar werden.

 Ich unterstütze Anregungen der Willkommensinitiative zum Einsatz von Dolmetschern und psycholo-gischen Fachkräften. Der Erwerb interkultureller Kompetenzen muss fester Bestandteil der LehrerInnen- und ErzieherInnenausbildung sein.


Spracherwerb


Heiko Müller (SPD)

Barbara Richstein (CDU)

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)

Norbert Kunz (DIE LINKE)



Sprachkurse können zum Beispiel mit VHS und ASB organisiert werden. Probleme mit Bereitstellung von Räumen und Material sind lösbar. Es ist eine größere Herausforderung, ausreichend Lehrpersonal zu finden. Daran arbeiten wir.

 

 Der Landkreis unterstützt auf freiwil-

liger Basis die Integration durch Spracherwerb in Räumen der VHS. Mittel müssen dem Bedarf entsprechend erhöht werden. Sprachunterricht durch Willkommensinitiative und andere ist toll. Soweit erforderlich, sollte die Stadt Unterrichtsräume bereitstellen.

 


Stadt kann nachmittags Räume in Schulen bereitstellen, einige Sätze von Lehrbüchern beschaffen, um Spenden für Unterrichtsmaterialien werben, Kontakte zu Sportvereinen fördern, gemeinsame Kurse im Haus am Anger anbieten. Bundespolitisch wäre volle Öffnung der Integrations-

kurse mit bis zu 600 Stunden für Flüchtlinge wünschenswert.

Der Erwerb der notwendigen Sprachkenntnisse ist enorm wichtig, daher sind alle Möglichkeiten und Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Das ist bei Kindern eher einfach, da der Erwerb der Sprache bei regel-mäßigem Kindertagesstätten- und Schulbesuch "fast von selbst" läuft.
Erwachsene werden sich da schwerer tun und länger Unterstützung benö-

tigen.



Arbeit und Ausbildung


Heiko Müller (SPD)

Barbara Richstein (CDU)

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)

Norbert Kunz (DIE LINKE)



Stadt Falkensee bildet  zu Verwal-tungsfachangestellten aus. Diese Ausbildung setzt gute Deuschkennt-

nisse und gute Schulabschlüsse voraus. Ausbildungs- und Prakti-kumsmesse kann aber helfen, Lehr-

stellen in Falkenseer Unternehmen zu finden.


Die neu eingesetzte Wirtschafts-förderin ist Mittlerin zur Wirtschaft. Es gehört zu ihren Aufgaben, sich mit der besonderen Situation der Flücht-linge, ihren Bildungsvoraussetzungen und Kompetenzen vertraut zu machen. Gleiches gilt für die Stadt als Arbeitgeber und Ausbilder.


Als Bürgermeisterin würde ich den Informationsaustausch zwischen Job-

center, Neufalkenseern und interes-

sierten Betrieben fördern. Die Stadt Falkensee muss als Arbeitgeber und Ausbilder für Flüchtlinge offen sein.
Weitere Verbesserungen des Zugangs zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Sprachkenntnisse und berufliche Qualifikation sind hier sicher Grund-voraussetzung für eine Anstellung oder einen Ausbildungsplatz.
Übernahme in den ö.D. der Stadt ist schwierig zu beurteilen, der amtie-

rende BM hat hier sicher besseren Überblick. Im Verwaltungsbereich ist die Beschäftigungsmöglichkeit sicher schwieriger als in pädagogischen und handwerklichen Metiers, grundsätz-

lich muss hier aber im Einzelfall ge-

prüft werden.



Mobilität


Heiko Müller (SPD)

Barbara Richstein (CDU)

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)

Norbert Kunz (DIE LINKE)



Stadt kann Fundfahrräder statt Versteigerung Flüchtlingen zur Verfügung stellen. Betreuung muss aber durch Willkommensinitiative erfolgen.

Die Idee der Fahrradbörse finde ich klasse. Bei Suche einer Werkstatt oder eines Unterstellraumes bin ich gern behilflich, soweit möglich. Ich leiste finanzielle Hilfe: Der Spenden-

erlös des Familienfestes des CDU-

Stadtverbandes geht in diesem Jahr an dieses Projekt.


Ich begrüße das Angebot der Will-

kommensinitiative. Habe zwei funk-

tionierende Fahrräder mit Schlössern gespendet. Die Stadt sollte bei Be-

schaffung von Werkstatträumen behilflich sein. Ein Teil der Fund-

fahrräder sollte Flüchtlingen zur Verfügung stehen.

Fragestellung ist eigentlich an die Partei DIE LINKE gerichtet.  Als Bürgermeister würde ich fragen: Was wird gebraucht?  Unterstützung durchaus möglich.


Gesundheit


Heiko Müller (SPD)

Barbara Richstein (CDU)

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)

Norbert Kunz (DIE LINKE)



Jede Unterstützung auf privater Basis auch durch Ärzte ist willkommen. Die Privatsphäre unserer NeubürgerIn-

nen ist zu wahren. Zuständig für Gesundheit ist der Landkreis Havel-

land. Sport für Flüchtlinge als Ge-

sundheitsförderung wird von der Stadt unterstützt. Vereine können da einen großen Beitrag leisten.

 

Die Gesundheitsversorgung in Brandenburg ist an den Mehrbedarf anzupassen. Die CDU-Landtagsfrak-

tion fordert den Test einer Gesund-heitskarte für Flüchtlinge im Pilot-verfahren, um ihnen schnell und unbürokratisch medizinische Ver-

sorgung zu gewähren.

Versorgung lässt sich durch ehren-

amtliche Initiativen verbessern. Wichtig sind Lotsen mit Sprach-

kenntnissen sowie ein Verzeichnis von Ärzten, Psychologen und medizinischen Fachkräften,  die bereit sind, unbürokratisch zu helfen.
Einführung einer Gesundheits-Chip-

karte für Asylbewerberinnen ist  dringend erforderlich, um Stigmati-

sierung und Entbürokratisierung abzubauen. Die psychosoziale Ver-

sorgung  von schwersttraumatisierten Flüchtlingen sollte auf Landesebene verbessert werden. Die Grünen setzen sich für die Integration der Asylsuchenden und Geduldeten in die Regelversorgung nach den Standards der gesetzlichen Krankenversicherung ein.

Kontakt zu, Kooperation  und ggfs. auch Koordination von medizinischen Dienstleistern ist angestrebt. Auch

Haushaltsmittel können, am besten gemeinsam mit allen Fraktionen, bereitgestellt werden.


Persönlicher Einsatz


Heiko Müller (SPD)

Barbara Richstein (CDU)

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen)

Norbert Kunz (DIE LINKE)



Als Bürgermeister habe ich den Runden Tisch zur Integration von Flüchtlingen einberufen. Zusammen mit dem Landrat habe ich Flüchtlinge persönlich begrüßt. Als Bürgermeister muss ich mich aber auch um diejenigen kümmern, die Ängste und Vorbehalte mit Asylsuchenden ver-

binden. Kommunikation baut Ängste ab.

 

Ich bin gerne bereit, die Willkommensinitiative als Türöffner oder Mittler zu unterstützen. Im sportlichen Bereich habe ich mich bereits eingebracht. Der Sportverein Falkensee-Finkenkrug pflegt eine offene Willkommenskultur. Ein Flüchtling aus Kamerun trainiert mit Falkenseer Fußballern.

 

Das klare Eintreten kommunaler Repräsentanten für Flüchtlinge ist unerlässlich. Ich bin der Willkommensinitiative frühzeitig beigetreten, nehme immer wieder an Kundgebungen gegen Rechtsextremismus und Rassismus teil und widme dem Thema „weltoffene und soziale Stadt“ ein Kapitel meines Wahlprogramms.
Im Landtag verantworte ich viele Initiativen zur  Verbesserung der Lage der Flüchtlinge.

 

Ich habe mich immer und werde mich auch weiterhin für die Belange von Flüchtlingen einsetzen.






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