Spannende Diskussionen und leuchtende Augen beim Willkommen-Café 

"Zusammenleben in der Stadt" Workshop-Thema im WorldCafé
"Zusammenleben in der Stadt" Workshop-Thema im WorldCafé

Gelungene Premiere für das Kennenlerncafé mit Workshops. Das Willkommenscafé hat in Falkensee schon fast Tradition. Zum vierten Mal gab es am Sonnabend die Gelegenheit für Neu- und Alt-Falkenseer sich kennenzulernen. In den Räumen des ASB-Mehrgenerationenhauses trafen sich Geflüchtete und interessierte BürgerInnen aus Falkensee im "World-Café" und diskutierten das Thema "Zusammenleben in der Stadt" in verschiedenen Workshops. >>>        

Anstatt des bloßen fröhlichen Miteinanders, stand beim ersten thematischen Willkommenscafé zunächst die inhaltliche Arbeit im Zentrum. An sieben Tischen debattierten mehr als 50 Teilnehmer verschiedene Fragestellungen, die alle unter dem Motto „Zusammenleben in der Stadt“ standen. Dabei reichte das thematische Spektrum von A, wie Arbeit, bis W, wie Wohnen. Bei diesen Diskussionen wurde schnell klar, dass es in Falkensee noch viel zu tun gibt um Vorbehalte abzubauen, die Integration der Newcomer voranzutreiben und altbekannten Problemen, wie dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum für alle Falkenseer, zu begegnen. Die Diskussionen, die teilweise mehrsprachig abliefen, wurden durch Beiträge der Bewohner des Übergangswohnheims in der Kremmener Straße besonders bereichert. Niemand kann besser erklären, was es für ein gelungenes Ankommen in Falkensee braucht, als die Geflüchteten selbst. Der Grundsatz der Willkommensinitiative: „Mit den Menschen reden, anstatt nur über sie zu reden“, kam hier voll zum Tragen. Es bleibt unverändert erstrebenswert, diesen Grundsatz in den kommenden politischen Diskussionen in Falkensee und Deutschland zu verstärken. Die Ergebnisse des Workshops werden in den kommenden Wochen durch die AG-Öffentlichkeitsarbeit verschriftlicht und anschließend veröffentlicht, um damit erste Ideen zu zeigen, wie Falkensee den neuen Herausforderungen begegnen kann.


Mit dem Ende des Workshops begann dann der wahrhaft emotionale Teil des Abends. Zwei Bewohner des Heims in der Kremmener Straße, die seit fünf Monaten in Falkensee leben, dankten auf Deutsch und Englisch den Falkenseern für ihre Gastfreundschaft und den herzlichen Empfang. Die bewegenden Reden der beiden Newcomer sorgten dafür, dass an einem sonst so fröhlichen Tag doch das ein oder andere Taschentuch gezückt werden musste. Im Anschluss erreichten auch die Bewohner der Notunterkunft in der Seegefelder Straße das Willkommenscafé. Fast alle Bewohner der Unterkunft waren gekommen und freuten sich sichtlich über das frisch-gekochte, orientalische Essen und den mitgebrachten Kuchen der Falkenseer Gäste. Die Köchinnen und Köche der Falkenseer „Refugee-Kitchen“ hatten wahrlich gezaubert um die über 200 Besucher des Cafés mit ihren kulinarischen Künsten zu verwöhnen. Die Strapazen der monatelangen Flucht noch in den Knochen, ließ die gute Verpflegung die Gesichter, der erst letzte Woche in Falkensee angekommenen Menschen, sichtlich erstrahlen. Für den Rest des Abends spielte anschließend eine kurdische Band auf und sorgte dafür, dass einige der Gäste begeistert das Tanzbein schwangen.

Insgesamt versinnbildlichte der Samstag einen gelungenen Start für das Engagement der Willkommensinitiative in der Notunterkunft und das Willkommenscafé legte einen guten Grundstein für das Ankommen der neuen Geflüchteten in Falkensee.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an die Organisatoren des Abends, an die fleißigen Kuchenbäcker, die vielen helfenden Hände in der Küche und im Service, an das Team der „Refugee-Kitchen“ und natürlich an alle Falkenseer, die das Café besucht haben.

 Nächstes Kennerlerncafe am Sonntag, den 20.12.2015 ab 15 Uhr in ASB Mehrgenerationenhaus 

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