Etwa 70 Kinder in Falkenseer Gemeinschaftsunterkünften

Ehrenamtliche der WiF organisieren Spielerunde in der NUK
Ehrenamtliche der WiF organisieren Spielerunde in der NUK
WiF fordert schnelle Einschulung aller geflohenen Kinder
WiF fordert schnelle Einschulung aller geflohenen Kinder

In den vergangenen Wochen sind in Falkensee viele Familien mit Kindern angekommen, die vor Krieg, Unterdrückung und Hunger geflohen sind. Derzeit wohnen etwa 70 Kinder in der Notunterkunft (NUK) in der Seegefelder Straße und im Übergangswohnheim Kremmener Straße. Viele der kleineren Kinder sind schon im schulpflichtigen Alter, durften aber bisher keine Schule besuchen. Die Initiative Willkommen in Falkensee setzt sich dafür ein, dass auch diese Kinder möglichst schnell eingeschult werden und die Kleinkinder eine Kita- oder Tagesmutter-Betreuung erhalten. Dazu hat die WiF Anfang Januar Gespräche mit der Falkenseer Sozialdezernentin und der Leiterin des Schulamtes geführt. Dabei zeigte sich, dass es anfänglich unterschiedliche Auffassungen von Zuständigkeiten bzw. Nicht-Zuständigkeiten zwischen der Stadt Falkensee, dem Landkreis Havelland und dem staatlichen Schulamt gab.     >>> weiter lesen



Inzwischen ist aber schnelle Hilfe zugesagt und die ersten notwendigen Schritte wurden eingeleitet. Da von Amts wegen eine Berücksichtigung der Kinder für Schulen, Kitas und Tagesmütter erst möglich ist, wenn ein Kind in Falkensee ordnungsgemäß gemeldet ist, wird diese Formalie nun zügig erledigt. Die ehrenamtlichen HelferInnen der WiF unterstützen die betroffenen Familien bei der behördlichen Anmeldung. Von der Meldestelle werden dann die Daten der Kinder ans Schulamt weitergegeben. Die WiF wird weiter darauf dringen, dass auch die Kinder in der Notunterkunft so bald wie möglich beschult werden können bzw. einen Kitaplatz erhalten. Die Bevölkerungszahl in Falkensee nimmt seit Jahren rasant zugenommen. Die Zahl neuer Schulplätze ist nicht so schnell gestiegen. So weichen inzwischen viele Familien auf Berliner Schulen oder auf Schulen im Umland aus. Die Schaffung neuer Schulplätze ist daher dringend erforderlich, meint nicht nur die WiF. Bildung und Ausbildung sind eine Investition in die Zukunft für alle Falkenseer.