Wohnheim "An der Lake" fertig - Notunterkunft geschlossen

Besichtigung für Anwohner

Zu Pfingsten 2016 sind die ersten 30 Bewohner in die neue Falkenseer Unterkunft für Flüchtlinge und Asylsuchende "An der Lake" eingezogen. Am Montag davor hatten Anwohner die Gelegenheit, das Gebäude, das als Modulbau errichtet wurde, zu besichtigen und Fragen zu stellen. Eingeladen hatten der Landkreis Havelland und Die  Johanniter als Betreiber. Schätzungsweise 150 bis 200 Anwohner nutzten das Angebot an den drei angebotenen Terminen.


Sie wurden in kleinen Gruppen durchs Haus geführt. "Schauen Sie sich gerne alle Räume genau an", ermunterte Sozialamtsleiterin Elke Franke die Interessierten, "es gibt hier nur Zwei- und Dreibettzimmer und dann die Gemeinschaftsräume." Schlicht und funktional sind die Räume eingerichtet. Metallbetten, Metallschränke, Tisch, Stühle, Kühlschrank das ist die Grundausstattung. Ausgerichtet ist die neue Unterkunft, die rund um die Uhr bewacht wird, für maximal 160 Bewohner. Doch zu diesem Zeitpunkt rechnen weder die Johanniter noch der Landkreis mit einer Vollbelegung.  Auch Vertreter unserer Initiative Willkommen in Falkensee waren vor Ort und gaben Auskunft zur aktuellen Situation der Geflüchteten in der Stadt, zu den Erfahrungen mit den bisherigen Unterkünften und zu den Möglichkeiten zu helfen.

 

Ende der Notunterkunft

Die provisorische Unterkunft im ehemaligen Möbelhaus "Agon" an der Seegefelder Straße (NUK) wurde leer gezogen. Das Ende dieser Notlösung bestätigte auch Havellands Sozialdezernent Wolfgang Gall, der ebenfalls Gruppen durch das neue Wohnheim "An der Lake" führte. In den vergangenen fünf Monaten waren in der NUK zeitweise bis zu 250 Menschen unter schwierigen Bedingungen untergebracht. Dort gab es nur große Sammelschlafräume, die Sanitäranlagen befanden sich außerhalb in Containern und es gab keine Kochmöglichkeiten.

Keine weitere Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Möbelhaus Agon
Notunterkunft Seegefelder Straße wird geschlossen

Viele geflüchtete Familien waren schon in den Wochen vor der Schließung aus der Notunterkunft in Wohnungen u.a. in Premnitz und andere Teile des Havellandes umgezogen. Viele der ehemaligen NUK-Bewohner wurden ins Übergangswohnheim nach Schönwalde verlegt und die übrigen sind "An der Lake" unterkommen, bis sie eine eigene Wohnung gefunden haben. 

Traglufthalle bleibt leer

Ob die Traglufthalle in der Leipziger Straße jemals in Betrieb genommen wird, konnte auch Herr Gall am Montag nicht sagen. Wenn die Zahl der geflüchteten Menschen, die nach Falkensee kommen, weiterhin so gering bleibt, sei sie wohl nicht mehr notwendig. Der Landkreis hatte im Herbst/Winter 2015 auf Grundlage der damaligen Prognosen die Anmietung von insgesamt drei Traglufthallen im Havelland beschlossen. 


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Kommentare: 2
  • #1

    Altlinker (Sonntag, 07 August 2016 20:10)

    Ich empfehle in der NUK "An der Laake" einen Kursus: "Wie entsorge ich meinen Müll sachgerecht und wie schließe ich den Müllcontainer".
    Die Hochqualifizierten scheinen damit überqualifiziert zu sein. Ich ärgere mich darüber, daß ständig Müll neben den Containern liegt und andere ihn wegmachen müssen.
    Herzliche Grüße

  • #2

    Ernie (Mittwoch, 19 April 2017 11:05)

    Gehe Sie doch mal zu den Bewohner in NUK und bringen einen Kuchen mit .Sie können dann den Leuten dort beim Kaffee u. Kuchen die wichtige Müllentsorgung erklären.