Gestrandet am Rande Europas

Ausstellung mit Bildern Geflüchteter im Treffpunkt B80

In Griechenland sitzen derzeit mehr als 60.000 Menschen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan fest, deren Flucht an den geschlossenen Grenzen auf dem Balkan endete. 


Unter welchen Bedingungen die Menschen dort leben müssen, machten bei einem Vortrag im Treffpunkt Bahnhofstraße 80 die beiden Studentinnen Johanna Scherf und Teresa Quast deutlich, die im September mit der Hilfsorganisation Schwizerchrüz als freiwillige Helferinnen in den Lagern Frakapor und Karamanlis in der Nähe von Thessaloniki aktiv waren: 500 Menschen in zugigen Hallen, dünne Zeltwände als einziges Stück Privatsphäre, dreckige Dixieklos, keine Schule für die Kinder. Die Perspektive heißt, auf unbestimmte Zeit weiter in diesem Niemandsland zu warten – und das alles, während in Deutschland funktionierende Hilfsstrukturen wieder abgebaut werden, weil die Menschen nicht hierher gelangen.

In diesen griechischen Lagern sind Bilder und Zeichnungen von jungen Menschen entstanden. Ihr Elend und ihre Not, aber auch ihre Träume und Hoffnungen haben die Geflüchteten auf Papier festgehalten. Einige der Bilder haben Johanna und Teresa mitgebracht, sie sind noch bis 28. Oktober in einer kleinen Ausstellung in der Bahnhofstraße 80 zu sehen und gegen Spende auch zu erwerben. Das so eingenommene Geld wird den jungen KünstlerInnen durch ehrenamtliche Helfer direkt zugestellt. Für die Verbesserung der Situation in den Lagern sammelt die Organisation Schwizerchrüz ebenfalls >> Spenden.

 

Zur Finissage der Ausstellung am 28. Oktober wird Johanna Scherf noch einmal in der Bahnhofstraße 80 sein und Fragen beantworten.

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