Unterkünfte für Hilfsbedürftige



Frage 6: 

Der Landkreis hat bereits angekündigt, Notunterkünfte sobald wie möglich gegen feste Unterkünfte für Hilfsbedürftige ersetzen zu wollen. An welchen Orten des Havellandes ist das Ihrer Ansicht nach möglich? Wann kann mit dem Bau begonnen werden?    


Roger Lewandowski, CDU


Die Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Notunterkünfte war der Situation geschuldet, dass der Landkreis in ganz kurzer Zeit sehr viele Menschen unterbringen musste... Nunmehr besteht aber die Absicht, die Notunterkünfte nach und nach aufzulösen und die Asylbewerber und Flüchtlinge in noch zu errichtenden Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen. ... Der Baubeginn ist dann abhängig von den Rahmenbedingungen vor Ort. Ich gehe aber davon aus, dass es uns noch in diesem Jahr gelingen wird, mit einigen Bauvorhaben zu beginnen.

 

Martin Gorholt, SPD


Das ist schnell, aber sehr sensibel und integriert in die Wohnungsbauprogramme zu entscheiden.

 

Petra Budke, Bü90/DIE GRÜNEN


Mit dem Bau fester Unterkünfte müssen wir umgehend beginnen, die Traglufthallen oder der Möbelmarkt in Falkensee können nur kurzfristige Notlösungen sein. Einige Gemeinden haben bereits Baugrundstücke benannt, so dass die Planung dort sofort starten kann. Massenunterkünfte für Hunderte von Leuten abseits jeglicher Infrastruktur wird es mit mir nicht geben. Ich strebe kleinere, auf die Städte und Gemeinden verteilte Gemeinschaftsunterkünfte und eine möglichst zügige Unterbringung in Wohnungen an.

 



Harald Petzold, DIE LINKE


Die Potentiale für den kurzfristigen Bau fester Unterkünfte für Hilfebedürftige sind sicherlich im Osthavelland am größten - .... Ich werde die vorhandene Stabsstelle in der Kreisverwaltung zur Unterbringung von Asylbewerber_innen und Flüchtlingen im Landkreis in einer Stabsstelle Inklusion weiterentwickeln und mit einem Runden Tisch Inklusion verzahnen, an dem neben den Willkommensinitiativen die Handwerker- und Unternehmerschaft des Landkreises vertreten ist und wichtige Hinweise dafür geben kann, wo Inklusion gelingen kann, z.B. durch Integration in den Arbeitsmarkt.

 

Kai Gersch, AfD


Ich begrüße, dass Notunterkünfte bald der Vergangenheit angehören werden. Aber wir müssen hier die Nöte und Sorgen aller Beteiligten hören und ernst nehmen. Mir ist wichtig, dass nicht über die Köpfe unserer Bürger hinweg entschieden wird. Deshalb muss jeder Ort einer möglichen Unterkunft genau geprüft werden. Und es dürfen auch keine weiteren Massenunterkünfte entstehen.

 

Raimond Heydt, PIRATEN


Feste Unterkünfte für Geflüchtete zu bauen ist grundsätzlich überall im Landkreis möglich. Ich wünsche mir eine dezentrale Unterbringung in regulären Wohnungen. Aber vielleicht lassen sich auch innovative Wege gehen. Viele Menschen die heute zu uns kommen, haben gelernt sich selbst zu versorgen. ...